Obazda, das Rezept.

© Benedikt Steinle // www.youarehungry.com

Eine Sache, die uns doch manchmal so etwas wie Heimweh spüren lässt, da es bei uns zu Hause in Bayern einfach nicht wegzudenken ist, findet man in Wien natürlich nur selten. Ein richtiger Obazda. Dieser wird üblicherweise zum Beispiel im Sommer im Biergarten gegessen, zusammen mit Brezeln, süßem Senf und ein paar Weißwürsten wird daraus das perfekte Frühstück. Natürlich mit einem kühlen Weißbier :)

Wusstet ihr, dass…

Weißwürste traditionell eigentlich nur bis 12 Uhr Mittags gegessen werden? Man sagt, dass die Wurst früher nicht gekühlt werden konnte, in der Früh am Sonntag frisch produziert wurde und sich daher die Kirchgänger nach der Messe zum Verspeisen der frischen Weißwurst getroffen haben.

Wir tüfteln schon an unserem eigenen Weißwurst-Rezept, da wir von der Qualität der Würste in Wien noch nicht so ganz überzeugt sind. Aber das wird dann wohl ein andere Geschichte. Heute zeigen wir euch, wie man einen, vielleicht nicht ganz klassischen, aber richtig guten Obazda macht. Der klassische übrigens mag zwar dem Liptauer etwas ähnlich sehen, doch viel zu tun hat er damit nicht.

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Markterei in Wien – hier und jetzt genießen!

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„Was ist der/die/das Markterei“, fragt ihr euch jetzt bestimmt. Einigen Wienern wird es sicher schon ein Begriff sein, spätestens seit gestern sind wir aber absolute Fans. Denn gestern hat sie stattgefunden, die erste Markterei. Die drei Organisatoren Simone Aichholzer, Thomas de Martin und Sylvia Trost wollen mit diesem tollen Event – welches laut unserer Info regelmäßig stattfinden soll – die Brücke zwischen Konsument und Produzent schlagen und einen Ort für Genuss und Kommunikation schaffen.

Es wurde geschaut, probiert, gekauft, geratscht und gebruncht. Genussmenschen trafen sich in der ehemaligen Ankerbrotfabrik und freuten sich über diese wunderschöne Einkaufsalternative. Denn hier hat man nicht nur die Möglichkeit, direkt beim Produzenten einzukaufen, sondern auch mit diesem zu reden und mehr über die Produkte zu erfahren. Was es zu fragen gab? Natürlich hat uns im Besonderen die Herstellung der einzelnen Produkte interessiert, die (regionalen?) Zutaten, welche verwendet wurden und nicht zuletzt die Gesichter hinter den Lebensmitteln.

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Fleischbällchen-Curry

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Nach der Arbeit noch schnell in den Supermarkt gesprungen und – keine Idee, was ich kochen könnte. Und irgendwie war wirklich so gut wie alles ausverkauft. Was war denn diesmal wieder los? Feiertag? Samstag? Man weiß es nicht. Aber eines geht immer: Curry.

Ich liebe Currys jeglicher Art, denn man kann mit ein bisschen Phantasie aus bunt gewürfelten Zutaten schnell ein gutes Essen zaubern. Nur dieses Mal hab’ ich nicht mal mehr ein Bio-Huhn bekommen. Alles aus. So was aber auch … An der Fleischtheke stand ich dann so lange, bis die Verkäuferin sich entnervt umgedreht hat. Toll! Am Ende wurde es dann doch etwas Bio-Faschiertes vom Rind, Gemüse und Kokosmilch … Na dann schauen wir mal, was daraus geworden ist.

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Insekten als Nahrungsmittel – unsere Zukunft?

Copyright: Betti Plach/Willy Geiger

Foto © Betti Plach / Willy Geiger

Vergangenen Mittwoch waren wir auf einer Vernissage. Dass dies nicht nur irgendeine Vernissage über irgendein Thema sein sollte, wurde uns relativ bald klar. Das Thema namens „Starbugs?!“, fotografiert, bekocht und inszeniert von Fotografin Betti Plach und Koch/Sozioökonom Willy Geiger, offenbarte bereits im Vorfeld, dass es um Insekten als Nahrungsmittel gehen sollte. Dass uns dieses Thema aber so interessieren sollte, dass letztendlich ein riesiger Blogpost daraus werden sollte, hatten wir selbst nicht erwartet.

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Augsburger Zwetschgendatschi

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Es gibt ja wirklich viele gute Rezepte mit Zwetschgen, aber bei allen kuchenartigen Gebacken mit dem Steinobst hört jegliche Freundschaft auf – da werden nämlich selbst wir patriotisch und kennen nur eines: Den Augsburger Zwetschgendatschi (Ausgesprochen bitte übrigens: „Augschburgr Zwetschgodatschi“) :)

Wie jedes Jahr Anfang September kam auch dieses Mal Bene wieder mit 3 kg der tollen österreichischen Zwetschgen vom Markt nach Hause, hat mich mit großen Augen angesehen und es war klar: Datschi-Zeit. Es gibt hier eigentlich nur zwei Varianten, nämlich mit oder ohne Streusel. Da Bene keine Streusel mag (ich ja eigentlich schon, aber was tut man nicht alles …) gibt es seit nunmehr 10 Jahren jedes Jahr für meinen Freund einen Zwetschgendatschi ohne Streusel, ein Stückchen zum sofort Essen, solange er noch heiss ist – so schmeckt er nämlich am Besten – und einige Stückchen mehr für die nächsten Kaffeepausen im Büro.

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Spaghetti Carbonara

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Ein Klassiker der italienischen Küche, der leider allzu oft mit viel Schlagobers (also Sahne) auf den Teller kommt, sodass es Zeit wird, dass wir uns diesem so beliebten Gericht einmal widmen. Ob der wenigen Zutaten und nur ca. 30 Minuten Zubereitungszeit ist diese Pasta übrigens perfekt als schnelles Feierabendrezept!

Die einfachsten Dinge sind ja oft die schwierigsten. Wie macht man also richtig gute Spaghetti Carbonara. ohne die Pasta in Sahne zu ertränken? Ganz einfach – ohne Sahne (also Schlagobers) :)

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Kulinarische Rundreise Schweden: Zu Gast in Göteborg

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Das dicke Strickkleid wird über den Kopf gezogen, eine dunkelgrüne Weste von oben bis unten zugeknöpft, der blau-weiß gestreifte Schal eng um den Hals gewickelt und alles noch mal in die graue Herbststrickjacke eingewickelt. Den Regenschirm in der einen Hand, die regenfeste Handtasche über der Schulte und mit zwei Stadtplänen ausgestattet, geht es durch die Drehtüre ins Freie. Eine steife Briese weht uns entgegen, als wir den Weg Richtung Göteborgs Zentrum einschlagen. Nach unserer gestrigen Ankunft hatte sich die Stadt noch mit blitzblauem Himmel und sonnendurchfluteten Gassen gezeigt, heute liegt alles grau in grau vor uns.

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Trotz allem motiviert, erkunden wir einen Designladen nach dem andern, und – oh mein Gott, hast du das gesehen? Warum haben wir das nicht schon längst daheim? Gefährlich ist es, hier zu shoppen. Selbst, oder gerade wenn man eigentlich nichts braucht, aber sich ja doch eine (nur eine) Kleinigkeit aus dem Urlaub mitnehmen möchte :)

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Und dann kam er. Der Regen. Sturzbäche fließen durch die Straßen, Wind peitscht uns die dicken Tropfen horizontal ins Gesicht. Der Regenschirm macht genauso wenig Sinn wie dieser etwas aus der Mode gekommene schwarze Regenponcho, den sich mein Freund übergestülpt hat.

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Kulinarische Rundreise Schweden: Stop in Stockholm

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Urlaub. Wunderbar. Endlich einmal zwei Wochen die Seele baumeln lassen und Neues entdecken. Wir haben uns auch dieses Jahr wieder gegen einen klassischen Strandurlaub entschieden – wir hassen Strandurlaub ;) – sondern für eine (kulinarische) Schweden-Rundreise. Und da wir auch im Urlaub unser Küchentagebuch – und als solches sehen wir unseren Blog – gerne schreiben und der eine oder andere von euch bestimmt auch mal nach Schweden fährt und dann froh über Tipps ist – möchte ich euch heute von unseren ersten Tagen in Schweden berichten.

Die ganze Tour erstreckt sich über genau 1.522 Kilometer. Wenn man das an einem Stück fahren würde, währen wir mit dem Auto 17 Stunden und 27 Minuten unterwegs. Wie gut, dass wir mehrere Zwischenstops eingeplant haben :)

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Die Reise beginnt in Stockholm, führt uns dann in den Norden nach Tällberg am Siljan-See, weiter an die Westküste nach Grebbestad. Von dort aus geht es für 4 Tage nach Göteborg, wo wir auch Benes Geburtstag feiern werden, bevor wir mit einem kurzen Zwischenstop in Växjö an unserem letzten Stopp in Nyköping ankommen.

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Wir werden euch die kommenden Tage in Facebook und auf Instagram auf dem Laufenden halten und berichten, was wir alles entdecken und euch natürlich von den kulinarischen Erlebnissen erzählen, die auf uns warten. Zumindest, solange wir eine Internet-Verbindung finden ;)

Sollte es euch auch mal nach Stockholm verschlagen haben wir hier unsere Entdeckungen für euch:

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Einstimmung auf Schweden: Kalt gekochter Lachs

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Einstimmung? Ja genau. Denn bald geht es los auf eine kulinarische Rundreise durch Schweden. Und damit wir nicht ganz unvorbereitet dort hinfahren (sind wir  eigentlich eh nicht ;) ), stimmen wir uns daheim schonmal mit dem passenden Essen ein. Ich hatte irgendwann mal ein super schwedisches Kochbuch gekauft, dieses beim Durchstöbern meines Regals wiederentdeckt und daraus dieses Gericht nachgekocht. Das Kochbuch findet ihr zum kostenlosen durchklicken auch hier: Klassiker der Schwedischen Küche.

Dort findet man so manches leckeres Rezept, aber was uns davon am meisten interessiert hat war „Kall inkokt lax“ – Kalt gekochter Lachs. Ich sehe wie eure Augenbrauen nach oben gehen ;) So ging es uns auch und genau deswegen haben wir uns zum Nachkochen eben diesen Gerichts entschieden. Und es ist fantastisch! Ein schwedischer Mitsommerklassiker, der zusammen mit einigen Kartöffelchen, Dill-Majo und Gurkensalat auf unsere Teller gewandert ist.

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Der Archehof “Zur Grube” und sein Ziegenkäse

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Wer einen Ausflug an den Neusiedler See plant, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen und beim Archehof Zur Grube in Podersdorf halten. Nicht nur, dass man in dem süßen Innenhof eine gemütliche Pause einlegen kann, es warten auch grandiose selbstgemachte Köstlichkeiten. Das vom Aussterben bedrohte Zackelschaf hat hier ein wirklich gutes Leben und dankt es den Besitzern mit frischer Milch. Aus dieser werden tolle Produkte gezaubert, die man in der Weinschenke probieren oder im Hofladen kaufen kann. Hier hat es uns der Ziegencamembert besonders angetan. 

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Was ist eigentlich ein Archehof?

Ein Arche-Hof ist eine Zucht- und Präsentationsstätte alter und in ihrem Bestand gefährdeter Nutztierrassen. Arche-Höfe sind nicht mit Haustierzoos oder mit reiner Hobbyhaltung zu verwechseln, hier geht es vielmehr darum zu zeigen, dass sich artgemäße Tierhaltung und wirtschaftlicher Nutzen vereinen lässt.

Ein Arche-Hof muss bestimmte Kriterien erfüllen, insbesondere mindestens drei bedrohte Nutztierrassen züchten und eine erlebnisbezogene Plattform der Wissensvermittlung sein. Er soll eine Vorbildfunktion für interessierte Personen im Bereich Erhaltung der Artenvielfalt einnehmen.

Der Titel Arche-Hof darf nur von Betrieben geführt werden, die von der „ARCHE Austria – Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen“ anerkannt werden.
(Zitat Broschüre Archehof zur Grube)

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